Wie kann man eine Erkältung von einer Grippe unterscheiden?

Wie kann man eine Erkältung von einer Grippe unterscheiden? by Doctena

Wie kann man eine Erkältung von einer Grippe unterscheiden?

 

Eine Erkältung von einer Grippe unterscheiden. Wie kann man eine Erkältung von einer Grippe unterscheiden? Die Grippe und die Erkältung sind virale Infektionen der Atemwege. Dadurch, dass sich ihre Symptome so ähnlich sind, werden sie am häufigsten verwechselt. Die Erkältung kommt häufiger vor und ist oft banal verglichen mit der Grippe, die schlimme Komplikationen hervorrufen kann. Die Grippe ist eine sehr häufige virale Infektion, aber größtenteils unterschätzt und betrifft jedes Jahr ungefähr 10 % der Weltbevölkerung.

 

Grippe oder Erkältung: Wie kann man das unterscheiden?

Es ist oft schwer, zwischen diesen beiden Erkrankungen zu unterscheiden. Es gibt Anzeichen, die den Unterschied leichter machen und somit ein schnelleres Handeln ermöglichen. Die Symptome sind oftmals fast gleich, aber sie unterscheiden sich in ihrer Stärke und manche Symptome kommen bei der jeweils anderen Infektion gar nicht vor.

  • Die klassischen Erkältungszeichen sind Husten, der im Allgemeinen leicht ist, moderate Halsschmerzen und manchmal leichte Erschöpfung. Eine laufende oder verstopfte Nase und Niesen sind üblich.  Eine Müdigkeit ist zu verspüren, schränkt die normalen Tätigkeiten aber nicht ein.
  • Fieber – nicht über 38°C – kann das Krankheitsbild ergänzen.
  • Die Erkältung dauert durchschnittlich eine Woche an, kann aber in manchen Fällen 10 bis 15 Tage dauern.
  • Die Grippe ruft Fieber hervor, das im Allgemeinen über 38,5° liegt, einen akut starken entkräftenden Husten, Muskelschmerzen sowie starke Kopfschmerzen, eine starke Müdigkeit, die Bettruhe zur Folge hat mit Schwierigkeiten, normalerweise einfache Tätigkeiten auszuführen. Niesen und eine verstopfte Nase sind oftmals nicht zu vermerken. Die Grippe schlägt schneller zu als die Erkältung und sie ist viel entkräftender, dauert länger und kann schwere Komplikationen nach sich ziehen, wie eine bakterielle Superinfektion, die eine Infektion der oberen Atemwege auslöst (Kehlkopfentzündungen, Ohrenschmerzen, Nasennebenhöhlenentzündungen) oder der unteren (Bronchitis, Pneumonitis), oder eine zu Grunde liegende Krankheit bei Risikogruppen verschlimmern (Asthmatiker, Diabetiker, ältere Menschen, Säuglinge und Kinder, Schwangere…).

 

Die folgende Tabelle fasst alle Anzeichen nochmals zusammen:

Überblick Unterschiede Erkältung / Grippe

 

Behandlung

Bei einem nachgewiesenen grippalen Zustand sind die erforderlichen Maßnahmen von Fall du Fall verschieden. Sie beinhalten individuelle Maßnahmen, die die Ausbreitung der Krankheit verhindern sollen, verbunden mit einer individualisieren Behandlung.

Bei der klassischen harmlosen Form der Grippe, reicht eine symptomatische Behandlung: zunächst Ruhe und viel Trinken mit einer passenden Behandlung der auftretenden Symptome.

Im Falle von chronischen Krankheiten wie zum Beispiel Diabetes oder Herzinsuffizienz kann eine Anpassung der Grundbehandlung notwendig sein, vor allem die Verschreibung von antiviralen Mitteln (die, falls verschrieben, in den ersten 48 Stunden ab dem Zeitpunkt klinischer Anzeichen wirksam sind).

Die Behandlung wird durch den Arzt festgelegt.

Vorsorge

Einfache Maßnahmen können das Risiko einer Virusübertragung senken. Grundlegende Hygienebegriffe erscheinen unabdingbar, besonders das Händewaschen. Die Reinigung kann mit Wasser und Seife vorgenommen werden oder mithilfe einer hydroalkoholischen Lösung, indem man sich 20 bis 30 Sekunden lang einreibt, um eine effizientere Reinigung zu erlangen.

Das wichtigste Präventionsmittel gegen die Gruppe ist die Impfung. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt die jährliche Impfung für – nach Priorität – :

  • Schwangere, egal in welchem Schwangerschaftsstadium,
  • Kinder von 6 Monaten bis 5 Jahren,
  • Senioren (≥ 65 Jahre),
  • Menschen, die unter chronischen Erkrankungen leiden,
  • Gesundheitspersonal.

Die ärztliche Beratung ist somit entscheidend bei jedem Grippesyndrom, vor allem bei bestimmten alarmierenderen Zeichen:

  • Zugehörigkeit zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko (oben erwähnt),
  • Starke Symptome, wie Halsschmerzen, die länger als 2 Tage andauern mit einem sehr geschwollenen Hals, eine laufende Nase seit über 10 Tagen und mit farbigen Ausscheidungen, ein Gesichtsschmerz oder starke Kopfschmerzen, Husten, der seit über einer Woche andauert mit Schleimbildung,
  • erhöhtes Fieber (über 38,5 °C oder 4 bis 14 Tage später wiederkommend),
  • Atembeschwerden.

 

Es wird unbedingt empfohlen, die Meinung eines Arztes einzuholen. Nur er kann eine präzise Diagnose aufstellen und eine passende Behandlung verschreiben.

 


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